Lehre

Alle Informationen zu Studium und Lehre

Unser Studienangebot verfolgt das Ziel, Studierende umfassend mit sozialwissenschaftlichen Theorien und Methoden vertraut zu machen. Dazu gehören der Bachelorstudiengang Sozialwissenschaften und die Masterstudiengänge Empirische Politik- und Sozialforschung sowie Planung und Partizipation.

Zu den Alleinstellungsmerkmalen der Stuttgarter Lehre zählen die breite Ausbildung der Studierenden zu Sozialwissenschaftlern mit einem großen Spektrum an beruflichen Möglichkeiten, eine starke Fokussierung auf die quantitative und qualitative Methodenausbildung sowie die integrierten deutsch-französischen Studienangebote als wichtige Beiträge zur Internationalisierung des Studiums.

Alle Lehrveranstaltungen des Instituts im Wintersemester 2026/27

LV-Nr.:246268000
Vortragende:apl. Prof. Dr. Angelika Vetter
Art:Seminar
SWS:2
Semester:WS 26/27
Organisationsname:Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Vergleichende Politikwissenschaft
Inhalt:Aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen der Demokratie zeigen sich auch vor Ort. Dennoch wird die Kommunalpolitikforschung bislang zumeist stiefmütterlich behandelt. Aber sie nimmt in den letzten Jahren international an Fahrt auf. Zu Recht. Denn die kommunale Ebene wird nicht nur a) als „Schule der Demokratie“ bezeichnet. Sondern b) der Feldzugang für die Erforschung dieser Herausforderungen ist vergleichsweise leicht, c) können wir weitaus mehr Fälle vergleichend untersuchen, als dies normalerweise der Fall ist und d) die Erforschung dieser Herausforderungen vor Ort kann wichtige Antworten für die Gesellschaft und die Politik liefern, wie mit den multiplen Herausforderungen umgegangen werden kann. Aus diesem Grund beforschen wir in diesem Seminar gemeinsam aktuelle demokratische Herausforderungen lokaler Demokratie und Politik.
In den ersten Seminarsitzungen erarbeiten wir uns wesentliche Grundlagen lokaler Demokratie und Politik in der Bundesrepublik Deutschland und im internationalen Vergleich: zur lokalen Autonomie, zu den lokalen Institutionen und Akteuren, zu zentralen Politikfeldern, Parteien, Wahlen und anderen Formen politischer Beteiligung. Anschließend identifizieren wir aktuelle Herausforderungen und Forschungsfragen, die wir dann in kleinen Gruppen während des Semesters „beforschen“, angefangen mit gemeinsamen Literaturrecherchen und -analysen, über die Suche und Analyse von Sekundär- oder Primärdaten (Statistische Ämter, Interviews, Umfragen …). Der Fokus kann dabei auf Baden-Württemberg liegen oder auf Ländervergleichen. Mögliche Fragen können sein:
- Wie haben sich die Anteile populistischer Parteien bei den letzten Kommunalwahlen entwickelt, warum und mit welchen Konsequenzen?
- Wie stark ist die AfD in den Kommunalparlamenten vertreten? Warum, was hat das für Konsequenzen und wie wird in Kommunen mit hohen AfD-Anteilen „regiert“?
- Das Repräsentationsdefizit von Frauen in den Gemeinderäten: Wie hat sich die Repräsentation von Frauen in den Kommunalparlamenten entwickelt? Warum? Was kann man tun, um die Repräsentation zu stärken?
- Stehen wir vor einer Zersplitterung der Kommunalparlamente? Warum und was hat das für Konsequenzen für lokale Entscheidungsfindungen?
- Warum beteiligen sich so wenige Menschen an Kommunal- oder Bürgermeisterwahlen, warum und was hat dies für Konsequenzen?
- Gibt es politische Alternativen? Wählerlisten und lokale Parteien vor Ort: Wie unterscheiden sich die Parteiprogramme lokaler Parteien und Wählerlisten vor Ort? Wer sind die „neuen Listen“ und „Gruppierungen“? Stehen die lokalen Parteien vor dem aus?
Die Studierenden lernen, konkrete Fragen vor Ort zu beforschen und aus den jeweiligen Ergebnissen Rückschlüsse auf allgemeinere Demokratieentwicklungen zu geben. Die Ergebnisse der Projekte können anschließend zu Hausarbeiten „ausgebaut“ werden.
Link:C@MPUS
LV-Nr.:246187000
Vortragende:Dr. habil. Karin Barbara Schnebel
Art:Seminar
SWS:2
Semester:WS 26/27
Organisationsname:Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Vergleichende Politikwissenschaft
Inhalt:Die deutsche Außenpolitik bewegt sich im Spannungsfeld zwischen werteorientierter Menschenrechtspolitik und realpolitischen Interessen, wobei zivilgesellschaftliche NGOs und wirtschaftliche Lobbygruppen konkurrierenden Einfluss ausüben. Da primär Demokratien versuchen, normative Standards einzuhalten, entsteht ein globales Kräfteungleichgewicht gegenüber Autokratien, wie Deutschlands fossile Energiepartnerschaften mit autoritären Golfstaaten nach dem Ukraine-Krieg verdeutlichen. Diese asymmetrische Abhängigkeit zwingt staatliche Entscheider zu strategischen Kompromissen, bei denen Menschenrechte zugunsten der nationalen Versorgungssicherheit in den Hintergrund gerückt werden.
Link:C@MPUS
LV-Nr.:246211160
Vortragende:Benoît Paul Dumas
Art:Seminar
SWS:2
Semester:WS 26/27
Organisationsname:Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Vergleichende Politikwissenschaft
Inhalt:Das Seminar soll einen Beitrag dazu leisten, die folgenden drei Lernziele zu erreichen:
- Konzeptionelle Kompetenzen: Entwicklung von Forschungsprojekten (Forschungsfragen, Theorie- und Fallauswahl).
- Theoretische Kompetenzen: Einführung in theoretische Ansätze der Politikfeld-Forschung.
- Analytische Kompetenzen: Anwendung der konzeptionellen und theoretischen Kompetenzen zur Analyse ausgewählter Policies und Politikfelder im Kontext von Deutschland und Frankreich in der EU.
Link:C@MPUS
LV-Nr.:246218600
Art:Seminar
SWS:2
Semester:WS 26/27
Organisationsname:Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Vergleichende Politikwissenschaft
Inhalt:Unsere gegenwärtige Gesellschaft, in der Informationen im globalen Maßstab und aufgrund digitaler Informationstechnologie in Echtzeit verfügbar sind, stellt an die Informationsverarbeitung des Einzelnen allerdings hohe Anforderungen. Aus diesem Grund sind statistische Daten, die Einzelfälle zusammenfassen (aggregieren) und Aussagen über komplexe Zusammenhänge sowie deren Entwicklung im Zeitverlauf ermöglichen, heute mehr denn je eine unverzichtbare Quelle der Information, gerade auch für politisch interessierte Bürgerinnen und Bürger. Die Voraussetzungen für jede(n) Einzelne(n), sich statistisch zu informieren, sind heute besser denn je: offene Daten sind durch Statistische Ämter, UN-Einrichtungen und Nichtregierungsorganisationen leicht zugänglich. Was jedoch häufig fehlt ist die Kompetenz, diese Daten auch richtig zu „lesen“, d.h. zu verstehen, zu interpretieren und kritisch zu befragen.
Diese Fähigkeit wird als „data literacy“ und ist aufgrund der immensen Bedeutung quantitativer Daten für die Einschätzung und Bewertung politischer Thesen, Programme usw. auch im Rahmen von politischen Bildungsprozessen zentral.
In diesem fächerübergreifenden Seminar (das auch für Mathemtik-Lehramststudierende der PH Ludwigsburg geöffnet ist) soll kritische Statistiklesefähigkeit durch Projektarbeit in verschiedenen Themenfeldern geschult werden. Dazu werden in Gruppenarbeit Zusammenhänge zwischen mehrdimensionalen (multivariaten) Daten herausgearbeitet, mittels statistischer Software-tools anschaulich aufbereitet und auf dieser Grundlage hinsichtlich ihrer politischen Relevanz eingeordnet und bewertet. Über das Abiturwissen hinausgehende mathematische und statistische Fähigkeiten werden nicht vorausgesetzt.
Link:C@MPUS
LV-Nr.:246214400
Vortragende:Frederic Graeb
Art:Seminar
SWS:2
Semester:WS 26/27
Organisationsname:Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Vergleichende Politikwissenschaft
Inhalt:Die Vereinigten Staaten galten lange als paradigmatisches Beispiel einer stabilen liberalen Demokratie. In den vergangenen Jahren haben jedoch ideologische und affektive Polarisierung, sinkendes Vertrauen in Institutionen, Konflikte um Wahlintegrität, zunehmende politische Gewalt sowie die Erosion informeller demokratischer Normen Zweifel an der Stabilität des politischen Systems aufkommen lassen. Jüngste Ereignisse wie die aktuelle Präsidentschaft von Donald Trump oder der Sturm auf das Kapitol, haben die Debatte um die Krise der amerikanischen Demokratie zusätzlich verschärft.
Das Seminar untersucht diese Entwicklungen aus einer empirisch-vergleichenden Perspektive. Im Mittelpunkt stehen aktuelle politikwissenschaftliche Forschungsarbeiten zu demokratischer Erosion („democratic backsliding“), Polarisierung, Wahlkonflikten, Medienwandel, institutionellen Veränderungen und gesellschaftlicher Ungleichheit in den USA. Dabei werden sowohl institutionelle Besonderheiten des amerikanischen Systems als auch langfristige gesellschaftliche und politische Transformationsprozesse analysiert.
Link:C@MPUS
LV-Nr.:246211201
Vortragende:Dr. Isabell Thaidigsmann
Art:Seminar
SWS:1
Semester:WS 26/27
Organisationsname:Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Vergleichende Politikwissenschaft
Inhalt:Im Seminar berichten die Studierenden des Masterstudiengangs Empirische Politik- und Sozialforschung über die Erfahrungen, die sie während ihres Pflichtpraktikums gemacht haben, und sie arbeiten den Bezug zwischen ihrer berufspraktischen Tätigkeit und Inhalten ihres Studiums heraus.
Link:C@MPUS
LV-Nr.:246296050
Art:Seminar
SWS:2
Semester:WS 26/27
Organisationsname:Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Vergleichende Politikwissenschaft
Inhalt:Das Seminar gliedert sich in zwei Blöcke. Im ersten Teil werden die Phänomenbereiche „Rechtsextremismus“ und „Islamismus“ theoretisch bearbeitet. Zudem werden aktuelle Entwicklungen in diesen Phänomenbereichen analysiert. Im zweiten Block werden beide Phänomenbereiche auf den Schulalltag übertragen. Dabei sollen passgenaue Unterrichtsentwürfe konzipiert und der Umgang mit extremistischen Inhalten im Schulalltag thematisiert werden.
Link:C@MPUS
LV-Nr.:246211101
Vortragende:Dr. Isabell Thaidigsmann
Art:Seminar
SWS:2
Semester:WS 26/27
Organisationsname:Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Vergleichende Politikwissenschaft
Inhalt:Im Seminar berichten die Studierenden des BA-Studiengangs Sozialwissenschaften über die Erfahrungen, die sie während ihres Pflichtpraktikums gemacht haben, wobei es auch darum geht, den Bezug zum sozialwissenschaftlichen Studium herauszuarbeiten. Der Bericht ist zudem in schriftlicher Form abzugeben.
Link:C@MPUS
LV-Nr.:246121080
Vortragende:Bernhard Jakob
Art:Übung
SWS:2
Semester:WS 26/27
Organisationsname:Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Vergleichende Politikwissenschaft
Inhalt:Die Visualisierung von Daten bietet auch für die Sozialwissenschaften eine ausdrucksstarke Methodik, um große Datenmengen übersichtlich und - wo möglich - auch räumlich verortet für unterschiedlich komplexe Fragestellungen „begreifbar“ zu machen.
Im Rahmen dieses Praxisseminars, das gleichzeitig auch als SQ im Bereich "Naturwissenschaften" angeboten wird, sollen Kenntnisse vermittelt werden, wie mit Hilfe von gängiger Standard-Software und Online-Anwendungen statistische Daten in Form von Diagrammen und thematischen Karten mit Raumbezug visualisiert werden können.
Vorwiegend mit MS-Excel werden relative und absolute Daten strukturiert aufbereitet, zuvor werden die nötige Datensuche und -generierung, bzw. die Datensammlung aus verschiedenen Online-Quellen, die häufig notwendige Datenkonvertierung und die Daten-Aufbereitung mit Excel besprochen.
Excel wird mit seinen vielfältigen Möglichkeiten vorgestellt, von arithmetischen und logischen Funktionen in der Tabellenkalkulation bis zu den vielfältigen Diagramm- und Kartenoptionen. Auch das Layout und die Grundlagen der Thematischen Kartographie werden behandelt. Online-Anwendungen wie z.B. Infogram und Datawrapper erlauben schlussendlich das Erarbeiten von thematischen Dashboards, die online geteilt werden können.
Ziel des Kurses ist es, den Teilnehmer:innen niederschwellig das nötige Handwerkszeug zu vermitteln, das im Laufe des Studiums im Bereich statistischer Auswertungen und Visualisierungen als Basis dient.
Link:C@MPUS
LV-Nr.:246290000
Art:Vorlesung
SWS:2
Semester:WS 26/27
Organisationsname:Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Vergleichende Politikwissenschaft
Inhalt:Die Vorlesung klärt zentrale kommunikationswissenschaftliche Begriffe, Forschungsfragen und Theorien, wie z.B. Kommunikation, Massenmedien, Öffentlichkeit, Online-Kommunikation. Sie gibt einen historischen und systematischen Überblick über die wichtigsten Gattungen journalistischer Medien: Presse, Rundfunk und Onlinemedien. Schließlich werden gängige Medieninhalte und deren Nutzung durch das Publikum sowie das Konzept der Öffentlichkeit/öffentliche Meinung erläutert. Alle Vorlesungsinhalte werden gemeinsam mit den Studierenden diskutiert.
Link:C@MPUS
LV-Nr.:246290500
Art:Vorlesung
SWS:2
Semester:WS 26/27
Organisationsname:Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Vergleichende Politikwissenschaft
Inhalt:Ausgehend von den Besonderheiten des Gegenstands EU und den damit verbundenen Vermittlungsproblemen versucht die Vorlesung, ein grundlegendes Verständnis der europäischen Integration zu vermitteln. Behandelt wird die Geschichte der EU, das politische System und zentrale Politikfelder.
Link:C@MPUS
LV-Nr.:246215120
Vortragende:Benoît Paul Dumas
Art:Vorlesung
SWS:2
Semester:WS 26/27
Organisationsname:Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Vergleichende Politikwissenschaft
Inhalt:In dieser Vorlesung wird ein einführender Überblick über das politische System der Bundesrepublik Deutschland vermittelt. Die Struktur der Vorlesung wird an der parlamentarischen Demokratie sowie dem föderalen Staatsaufbau als zentralen Charakteristika der Bundesrepublik Deutschland ausgerichtet. Dementsprechend werden zunächst das Grundgesetz, der Bundestag und die Bundesregierung fokussiert. In einem zweiten Schritt werden die zentralen Merkmale des föderalen Systems der Bundesrepublik Deutschland, die institutionelle Struktur der Bundesländer und schließlich das Kompetenz-Verhältnis zwischen dem Bund und den Ländern diskutiert. Vor diesem Hintergrund werden abschließend Wahlen, Parteien und Medien als Institutionen der Legitimation und Repräsentation im politischen System der Bundesrepublik Deutschland diskutiert.
Link:C@MPUS
Zum Seitenanfang