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Bernward Schäfer

Herr M.Ed.

Akademischer Mitarbeiter und Erasmuskoordinator
Institut für Sozialwissenschaften
Abteilung für Internationale Beziehungen und Europäische Integration

Kontakt

Breitscheidstr. 2
70174 Stuttgart
Deutschland
Raum: 4.49

Fachgebiet

  • Theorien des Internationalen Beziehungen
  • Geopolitik
  • (Ideen-) Geschichte des Völkerrechts, insb. des Völkerstrafrechts
  • Internationale Kunst- und Kulturpolitik
  • Diplomatie & Diplomatietheorie
  • MA- Seminar: 
    The Rise of the West – Der Aufstieg des Westens zum globalen Hegemonen

  • BA-Seminare: 
    Theorien des Krieges
    Menschenrechte – zwischen normativem Anspruch und politischer Verwirklichung
    Faschismus als Zeitdiagnose? Theorie und Tendenzen im kulturellen Feld

- 2016 – 2022: Bachelorstudium Politikwissenschaft & Geschichte (BA Lehramt) an der Universität Stuttgart. Abschlussarbeit zum Thema „Wider die These von Nürnberg als dem ‚ersten Gericht‘. Zur straftheoretischen und prozessualen Vorgeschichte des Völkerstrafrechts“ bei Prof. Dr. Cathleen Kantner.
2018 – 2024:
Studentische, dann wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Dr. Cathleen Kantner (SOWI III, Internationale Beziehungen) der Universität Stuttgart

2019 – 2024:
Tutor im politikwissenschaftlichen Modul „Einführung in die Internationalen Beziehungen“

2020-2026:
Zweitstudium Germanistik (M. Ed.). Abschlussarbeit zum Thema „Die Rezeption von Ernst Jüngers Roman Auf den Marmorklippen in der Neuen Rechten“ bei Prof. Dr. Torsten Hoffmann (in Korrektur). 

Seit 2021:
Dozent an der Landesakademie für die musizierende Jugend in Baden-Württemberg in Ochsenhausen

2022-2026:
Masterstudium Politikwissenschaft & Geschichte (M. Ed.) an der Universität Stuttgart. Abschlussarbeit zum Thema „Antizionismus als Antisemitismus von links? Antisemitismus in der RAF und weiteren linksterroristischen Gruppen (1967-1977)“ bei PD Dr. Martin Cüppers.

2022:
Tutor für Schreibkurse zum sozialwissenschaftlichen Arbeiten

2024:
Wissenschaftliche Hilfskraft im Forschungsprojekt „Literaturpolitik der Neuen Rechten“ am Lehrstuhl von Prof. Dr. Torsten Hoffmann (NDL I) der Universität Stuttgart

Seit 2024:
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Cathleen Kantner (SOWI III, Internationale Beziehungen) der Universität Stuttgart. Thema des Promotionsvorhabens: Zur Rolle von Kunst im diplomatischen Verkehr.

Seit 2026:
Erasmus-Koordinator des Instituts für Sozialwissenschaften der Universität Stuttgart

Dissertationsprojekt: Kulturdiplomatie
Die regelbasierte liberale Weltordnung scheint im Verfall begriffen. Die meisten politikwissenschaftlichen Diagnosen sehen eine multipolare Weltordnung aus verschiedenen Großräumen heraufziehen. Diese Räume werden politisch, rechtlich, ökonomisch, ethisch und kulturell hochgradig integriert sein und auch als je eigene hermeneutische Welt zu deuten sein. Wir wirken sich diese Entwicklung auf die Diplomatie aus? Die These der Dissertation lautet, dass kulturellen Erzeugnisse wie Bildender Kunst, Literatur, Musik und Architektur aufgrund ihrer Fähigkeit, als apolitisch rezipiert werden zu können, das Potential innewohnt, Türöffner zwischen den hermeneutisch abgeschlossenen Welten zu sein und so produktiven und vertrauensvollen diplomatischen Austausch ermöglichen können. 

Faschismus als Zeitdiagnose? Theorie und Tendenzen im kulturellen Feld
Peter Thiel, Donald Trump und die AfD: Der Faschismusbegriff erlebt in den Geistes- und Sozialwissenschaften eine Renaissance. Die dazugehörige Fachdebatte oszilliert zwischen zwei Problemen: Auf der einen Seite wird der Faschismusbegriff als Schimpfwort für alles, was politisch und weltanschaulich abgelehnt wird, gebraucht. Durch eine solch konturlose Verwendung verliert er jedoch jeglichen analytischen Gehalt und verkommt zu einem bloßen Kampfbegriff. Auf der anderen Seite weigern sich Menschen jedoch, den Faschismusbegriff überhaupt zu verwenden, weil der Faschismus als historisches Phänomen ins 20. Jahrhundert gehöre. Durch eine solche pauschale Nicht-Nutzung des Begriffs geraten jedoch durchaus vorhandene Ähnlichkeiten zwischen Gegenwart und Vergangenheit aus dem Blick, welche sich als produktive Zeitdiagnose erweisen könnten. 
Das Projekt besteht zum einen aus einem Seminar, welches versucht, auf der Basis der reichhaltigen Faschismustheorie einen präzisen Begriff von Faschismus zu entwickeln. Mit diesem sollen dann verschiedene Phänomene im kulturellen Feld, welche sich (zu Recht oder Unrecht) dem Faschismusvorwurf ausgesetzt sehen, analysiert werden. Hierzu findet ein enger Austausch in Form von Gastvorträgen und ausgelagerten Sitzungen mit Stuttgarter Nachwuchswissenschaftlerinnen aus Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Architektur statt. Zum anderen umfasst das Projekt eine Vortragsreihe in Kooperation mit dem IZKT, die sich an eine größere Öffentlichkeit richtet.

Antizionismus als Antisemitismus von links?
Die deutsche Erinnerungskultur sieht sich zunehmend Angriffen von rechts und links ausgesetzt. Während bei den rechten Kritikern schnell Antisemitismus als ein Hauptmotiv ausgemacht werden kann, sind sich Geschichts- und Politikwissenschaft in der Frage, was progressive Kräfte in dieser Frage motiviert, uneinig. Das Projekt stellt die These auf, dass Teile der sich als links verstehenden politischen Akteure seit den 1950er-Jahren einen rabiaten Antizionismus kultivieren, der als israelbezogener Antisemitismus qualifiziert werden muss. Um hierfür zu argumentieren, werden systematisch Quellen der westdeutschen linken Terrorgruppen Tupamaros West-Berlin, Rote Armee Fraktion und Revolutionäre Zellen geschichts- und politikwissenschaftlich analysiert. Ein besonderes Fokus liegt dabei auf der Rückbindung der historischen Quellen in der politischen Theorie. Die Publikation der Ergebnisse ist für den Winter 2026/2027 im Berliner Metropol-Verlag geplant. 

Erasmuskoordinator für Incomings und Outgoings am Institut für Sozialwissenschaften
Informationen des Instituts
Informationen des Internationalen Zentrums der Universität Stuttgart

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